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Geldanlage

Sechs Tipps zum Vermögensaufbau

von Max Geißler, biallo.de
Geduld und ausgewogene Investments sind die wichtigsten Eckpfeiler beim Vermögensaufbau. Gesucht ist die optimale Balance zwischen Sicherheit und Risiko.
Beim privaten Vermögensaufbau spielt vor allem die eigene Lebenssituation, das Einkommen, die Risikobereitschaft und der Sparhorizont eine Rolle. Häufig verfolgen Anleger mehrere Sparziele mit unterschiedlichen Anlagehorizonten. Die verschiedenen Wünsche und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Geldanlagen unter einen Hut zu bringen, ist nicht leicht. Hier führt nur eine abgestimmte Sparstrategie zum Erfolg. Ihre oberste Maxime sollte lauten: Dauerhaft und regelmäßig sparen!

1. Sicherheit oder Rendite?
Zunächst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass sich die drei Wunschziele - Sicherheit, Rendite und Liquidität diametral gegenüberstehen. Es gibt keine Geldanlage, die alle drei Kriterien in gleicher Weise erfüllt. Stets überwiegt eine Seite, die anderen kommen mehr oder weniger zu kurz. Möchten Sie Ihr Erspartes möglichst sicher anlegen, mangelt es regelmäßig an Rendite und umgekehrt. Oder möchten Sie planbare Zinsen und kalkulierbare Renditen erwirtschaften, gelingt dies nur, wenn das Geld fest gebunden, also nicht liquide ist.

Tipp: Machen Sie sich bewusst, welches Ziel Sie vorrangig verfolgen wollen. Daran orientiert sich die Auswahl der Investments und dorthin fließt ein Großteil des Sparbeitrags. Vermeiden Sie dabei einseitige Geldanlagen, verteilen Sie Ihren Sparbetrag stets auf verschiedene Anlageklassen, etwa Aktien, Fonds, verzinste Geldanlagen, Immobilien und alternative Investments. Wichtig ist eine möglichst ausgewogene Mischung.

2. Nutzen Sie Tagesgeld als Notfallreserve
Bevor es ans Sparen geht, sollten Sie eine Notfallreserve für finanzielle Engpässe aufbauen. Dann müssen Sie bei kurzfristigen Mehrausgaben nicht auf den teuren Dispokredit des Girokontos zurückgreifen. Die Verbraucherzentralen empfehlen zwei bis drei Nettogehälter als Liquiditätsreserve auf einem Tagesgeldkonto vorzuhalten. Tagesgeld hat den Vorteil, dass es jederzeit verfügbar ist, keine Gebühren kostet und höhere Zinsen abwirft als ein Sparbuch. Die Verzinsung ist zwar entsprechend der aktuellen Zinssituation gering, doch Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Und es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Während zahlreiche Anbieter nur noch ein Zehntel Prozent oder gar keine Zinsen mehr anbieten, erhalten Neukunden zum Beispiel bei der französischen Renault Bank direkt 0,45 Prozent Zinsen. Bei der Privatbank 1891 mit deutscher Einlagensicherung sind es 0,30 Prozent und bei der niederländischen Rabo direct 0,25 Prozent.

3. Kapital für mittelfristige Anschaffungen
Steht die Notfallreserve, beginnt der Kapitalaufbau. Dabei sind zwei wesentliche Sparziele zu unterscheiden: der langfristige Vermögensaufbau und das kurz- bis mittelfristige Ansparen von Geld für potentielle Anschaffungen. Dies kann Geld für ein neues Auto oder Eigenkapital für das angestrebte Eigenheim sein. Ist bereits etwas Kapital vorhanden, bietet Festgeld sichere Renditen ohne Gebühren und Kursverluste. Wer beispielsweise weiß, dass er eine bestimmte Summe ein Jahr lang nicht braucht, kann mit Festgeld immerhin Renditen von bis zu rund einem Prozent einstreichen. So bietet beispielsweise die Klarna Bank 0,95 Prozent Zinsen für zwölf Monate Laufzeit. Bei der ebenfalls schwedischen Bank Hoist Finance sind es 0,71 Prozent. Die Varengold Bank mit deutscher Einlagensicherung gewährt 0,65 Prozent. Soll monatlich Geld beiseite gelegt werden, kann der Kapitalaufbau mit Hilfe eines Banksparplans erfolgen. Variabel verzinste Sparpläne ermöglichen wachsende Renditen bei ansteigenden Sparzinsen, fest verzinste Sparpläne bieten Ertragssicherheit von Anfang an. Derzeit sind jedoch selbst bei langer Laufzeit allenfalls rund ein Prozent Rendite drin.

4. Langfristiger Vermögensaufbau mit Aktien und Fonds
Für den langfristigen Vermögenaufbau empfehlen sich chancenreichere Sparpläne mit Aktienfonds, denn sie verteilen das Risiko auf viele Aktien und gleichen so Wertschwankungen aus. Sinnvoll ist es, regelmäßig zu sparen. In schwachen Börsenphasen landen dann mehr preiswerte Fondsanteile im Depot als in starken Börsenphasen, wenn die Anteile teurer sind. Unterm Strich entsteht ein günstiger Durchschnittspreis. Wichtig ist, nur einen Teil seines Sparbetrags in Börsenpapiere zu investieren und die Verkaufsgebühren gering zu halten.

Tipp: Indexfonds (ETFs) verursachen nur sehr geringe laufende Kosten.

5. Immobilie als Sicherheitsanker
Betongold sollte Bestandteil jeder Vermögensbildung und -sicherung sein. Eigenheime und vermietete Immobilien sind wertstabil und unterliegen nicht den Einflüssen launischer Kapitalmärkte. Außerdem bieten Immobilien angemessenen Inflationsschutz und sorgen dank Wertsteigerung von Grund und Boden für steten Vermögenszuwachs. Im Alter profitieren Sie als Eigennutzer von eingesparten Wohnkosten; als Vermieter von Mieteinkünften und Steuervorteilen.

6. Vermögensaufbau zur Alterssicherung

Gesunkene Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung machen private Altervorsorge unerlässlich. Prädestiniert vor allem für Familien sind öffentlich geförderte Vorsorgeprodukte wie Riester-Rente und Rürup-Rente sowie die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Zuschüsse und Steuervorteile begrenzen den finanziellen Eigenaufwand während der Sparphase, bei der betrieblichen Altersvorsorge fließen die Beiträge brutto für netto auf das Vorsorgekonto.
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