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Corona-Krise

Banking-Verhalten ändert sich

von Horst Biallo, biallo.de
Wer ein Konto oder Depot per Video-Ident eröffnet, muss derzeit oft Geduld haben. Die Nachfrage ist erheblich angestiegen.
Wer aktuell ein Girokonto von zu Hause eröffnen will und Dienstleister wie die Deutsche Post, IDnow oder WebID kontaktiert, muss stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Grund: Sie werden durch die enorm gestiegene Nachfrage nach Girokonten und Depots förmlich überrannt.

Hohe Nachfrage bei Girokonten und Depots

"Wir werden im ersten Quartal schon fast so viele Depots eröffnet haben, wie im gesamten vergangenen Jahr", sagt ING-Pressesprecher Alexander Baumgart. Auch bei den Girokonten gebe es ein starkes Wachstum.

Diese hohe Nachfrage verzeichnen vor allem die Internet-Anbieter, die zugleich ein kostenloses Girokonto und ein gebührenfreies Wertpapierdepot anbieten. Vorteil für den Kunden: Über die Eröffnung des Kontos kann er auch gleich das Depot eröffnen und spart sich damit viel Arbeit. Auch den reinen Online-Brokern, wie Flatex und S-Broker, rennt man momentan die Bude ein.

Die DKB, mit mehr als vier Millionen Onlinekonten die Nummer eins hierzulande, verzeichnet beim Brokerage ebenfalls zur Zeit ein "außergewöhnlich starkes Wachstum". Und auch bei Comdirect ist die Hölle los. "Allgemein liegen die Neukundenanträge aktuell bei 50 Prozent über normal", bestätigt Philipp Tonn, Pressesprecher bei Comdirect.

Vorteil Onlinebanking

Die Norisbank erfährt ebenfalls aktuell viel Zulauf. "Tatsächlich ist es so, dass der Trend hin zum reinen Onlinebanking aktuell deutlich anzieht", sagt Pressesprecher Christian Jacobs.
Was jeden einzelnen dazu bewegt, sich nun endlich von zu Hause aus Zeit für einen Girokonto-Wechsel zu nehmen und ein Depot zu eröffnen, darüber kann man nur spekulieren. Tonn vermutet: "Die Menschen wollen schnellstmöglich an der für sie interessanten Börse aktiv werden." Und dass es mit dem Video-Ident zur Zeit nicht so richtig hinhaut, dafür hat er auch eine plausible Erklärung: "Die Eingänge beim Video-Ident sind von durchschnittlich 8.000 auf 35.000 Stück pro Woche angestiegen."

Onlinebanking zeigt ganz besonders in der Corona-Krise seine Stärken. Lassen sich doch alle Bankgeschäfte ganz bequem zuhause erledigen - ohne einen Fuß vor die Tür setzen zu müssen.

Kunden zahlen häufiger kontaktlos

Auch beim Bezahlen lassen sich veränderte Verhaltensweisen feststellen. Bankkunden nutzen in der Corona-Krise deutlich häufiger das bargeldlose Bezahlen mit Kredit-, Girokarte oder dem Smartphone. Nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) wurde bis Ende März die bankeigene App "Mobiles Bezahlen" auf mehr als einer Million Android-Smartphones heruntergeladen. Im November des Vorjahres waren es noch 773.000 Downloads.

Auch die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken stellen dieser Tage ein verändertes Kundenverhalten beim Bezahlen fest. Zu den gemessenen Zahlen von kontaktlosen Transaktionen mit der Girocard sagt Steffen Steudel, Pressesprecher des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): "Da sind wir mittlerweile bei fünfzig Prozent kontaktlos – Dezember 2019 waren es noch 35 Prozent."


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