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Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsrisiko in der Corona-Krise

von Fritz Himmel, biallo.de
Durch die Corona-Pandemie hat sich bei manchem das Sicherheitsbedürfnis gewandelt. Das Risiko Berufsunfähigkeit sollten Erwerbstätige nicht unterschätzen.
Laut einer Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der Gothaer Versicherung vom April 2020 ist die Berufsunfähigkeitsversicherung mit Abstand Favorit, wenn es um die finanzielle Absicherung der Arbeitskraft geht. Betrachtet man jedoch, welche Versicherungsverträge die Deutschen wirklich abgeschlossen haben, zeigt sich eine deutliche Diskrepanz. Das Risiko der eigenen Berufsunfähigkeit blenden die Befragten zum Teil aus. So schätzte die Mehrheit dieses Risiko für sich persönlich als gering (56 Prozent) oder sehr gering (17 Prozent) ein. Lediglich 19 Prozent halten dieses Risiko hingegen für groß oder sehr groß (drei Prozent).

Mehr Risikobewusstsein für Berufsunfähigkeit

Doch dies dürfte sich durch die Corona-Krise ändern, wie eine weitere Umfrage vom Juni 2020 der Nürnberger Versicherung und des Marktforschungsunternehmens YouGov zeigt. Insbesondere die Jüngeren bewerten hier ihr Sicherheitsbedürfnis durch die Eindrücke der Pandemie nun anders. Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist durch die Krise für viele deutlich spürbarer geworden.

"Berufsunfähigkeit ist ein existenzbedrohendes Risiko für alle Erwerbstätigen“, bestätigt auch Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Eine solche Police sollte man früh abschließen, um einen möglichst günstigen Tarif zu bekommen. "Am besten schon in der Ausbildung oder im Studium", rät Boss. Da Junge noch keine längere Krankengeschichte haben, bleiben sie von Risikozuschlägen oder Ausschlüssen für bestimmte Krankheiten verschont.

Auf Versicherungsbedingungen achten

Grundsätzlich sollte man sich vor Vertragsabschluss eingehend informieren und fachlichen Rat einholen. Das gilt für die Auswahl einer leistungsstarken Police wie auch beim wahrheitsgemäßen Ausfüllen der Anträge und Fragen. Die Angebote schwanken zum Teil deutlich. In der Regel leisten die Versicherer, wenn eine Erkrankung mindestens sechs Monate andauert und der Grad der Berufsunfähigkeit bei 50 Prozent oder höher liegt.

Tipp:
Zunehmend erkennen Versicherer auch Burnout als psychische Krankheit an. Daher ist es wichtig, auch auf diese Vertragsklausel zu achten.
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