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Geldanlage

Moderne Multi-Asset-Fonds versus klassische Mischfonds

von Peter Hermann
Bei Anlegern erfreuen sich Multi Asset Fonds seit einigen Jahren immer größerer Popularität. Immer mehr Fondsgesellschaften bieten entsprechende Finanzprodukte an. Doch was unterscheiden Multi Asset Fonds von klassischen Mischfonds und welche Vorteile bietet diese vergleichsweise neue Anlageklasse?
 Multi-Asset-Fonds modernster Prägung versprechen stabile und krisensichere Renditen. Erzielen wollen sie diese, indem sie alternative Strategien nutzen, ihre Investitionen auf verschiedene Anlageklassen verteilen sowie ein konsequentes Risikomanagement betreiben. "Kapitalmarktanalysen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass ein gleichgewichtetes Portfolio aus Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilienaktien (Reits) im Vergleich zum MSCI-Weltaktienindex ähnlich hohe Renditen bei halbem Risiko erzielen konnte", sagt Christian Gruben, Portfoliomanager bei der Bayerische Vermögen AG.

Was Multi-Asset-Fonds anders machen als Mischfonds
Klassische Mischfonds investieren nahezu ausschließlich in Renten- und Aktienmärkte. Sie sind also im Prinzip einzig und allein von deren Entwicklung abhängig. Dabei gehen Sie als Anleger das Risiko ein, dass beide Assetklassen gleichzeitig Schwäche zeigen. Experten sprechen in einem solchen Fall von einem "Klumpenrisiko". Darüber hinaus geraten klassische Mischfonds ins Schlingern, wenn im Fall eines Absturzes des Aktienmarktes die Verluste nicht durch die Anleiheseite kompensiert werden können.

Investmentfonds, die eine moderne Multi-Asset-Strategie aufweisen, bieten Ihnen ein wesentlich komplexeres Anlagekonzept. Eine breitere Streuung (Diversifikation) auf mehr als lediglich zwei Anlageklassen bildet die Basis für stabilere Renditen. Neben Aktien und Anleihen investieren Multi-Asset-Fonds in Währungen, Immobilien und Rohstoffe. Sogenannte marktneutrale Anlagestrategien wie "Absolute Return" oder "Low Volatility" kommen zusätzlich zum Einsatz.

Dabei werden mithilfe von Derivaten Gewinne generiert, die nicht von der Entwicklung eines bestimmten Marktes abhängig sind. Außerdem unterstützen ständig im Portfolio des Fonds vorhandene Absicherungspositionen den Fondsmanager, das Finanzprodukt gegen signifikante Schwächephasen eines Marktes abzuschirmen.

Da Multi-Asset-Fonds niemals nur an einen Index gekoppelt sind und zudem eine oder mehrere komplexe Strategien aufweisen, werden keine Multi-Assets mit ETFs angeboten.

Bei Multi-Asset-Fonds sollten Sie besonders auf die Kosten achten

Wenn Sie sich für ein modernes Investment wie einen Multi-Asset-Fonds interessieren, sollten Sie in jedem Fall die Kosten im Auge behalten. Da komplexe Anlagestrategien erhöhte Anstrengungen des jeweiligen Fondsmanagements erfordern, schlägt sich dies vor allem auch in den Ausgabeaufschlägen nieder. Daher ist es ausgesprochen lohnend, die entsprechenden Rabattierungen der von Ihnen bevorzugten Finanzdienstleister miteinander zu vergleichen.

Darüber hinaus erheben viele Fondsgesellschaften bei ihren Multi-Asset-Fonds eine sogenannte Performance-Fee (Gewinnprämie). Abhängig von der Kursentwicklung des Fonds kann dies am Ende des Geschäftsjahres einen empfindlichen Abschlag bedeuten (z.B. beim LOYS Global MH B waren dies im letzten Geschäftsjahr 4,8 Prozent).
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