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Fördermittel für die eigene Immobilie

Mit dem Baukindergeld ist bald vorerst Schluss

von Eike Schulze, biallo.de
Das Baukindergeld erfreut sich großer Nachfrage. Zum 31. Dezember 2020 läuft die Fördermöglichkeit jedoch vorerst aus. Wer kann noch profitieren?
233.000 Anträge auf Baukindergeld mit einem Fördervolumen von 4,9 Milliarden Euro waren laut KfW bis zum 31. Mai 2020 eingegangen. Zum Ende des Jahres ist jedoch zunächst Schluss. Geplant war die Förderung für zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 per notariellem Kaufvertrag erworbene Immobilien. Das angepeilte Fördervolumen von zwei Milliarden Euro war bereits 2019 überschritten.

12.000 Euro pro Kind
Familien können mit dem Baukindergeld zehn Jahre lang 1.200 Euro pro Kind und Jahr für den Erwerb der eigenen Immobilie erhalten. Insgesamt ist also eine Fördersumme von 12.000 Euro pro Kind möglich.

Ob das Baukinder noch einmal neu aufgelegt wird, steht nicht fest. Sicher ist nur, dass die Förderung Ende 2020 zunächst endet. Diesbezüglich verschaffte eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag von Anfang Juni Klarheit. Über die Zukunft des Baukindergeldes soll die Bundesregierung in der neuen Legislaturperiode entscheiden, die Ende 2021 beginnt. Entsprechend ist es wahrscheinlich, dass es im Jahre 2021 keine Fördermöglichkeit über das Baukindergeld für neue Baugenehmigungen oder Kaufverträge ab dem 1. Januar 2021 gibt. Vor einer weiteren Entscheidung zum Baukindergeld möchte die Bundesregierung eine Studie abwarten, die unter anderem beleuchtet, wie bestimmte Familientypen durch die Förderung erreicht werden.

Schnell noch Baukindergeld beantragen

Spielen Familien mit dem Gedanken, eine eigene Immobilie zu erwerben, dann sollten sie sich beeilen, sofern sie jetzt noch in den Genuss des Baukindergeldes kommen wollen. Ist noch keine Immobilie oder kein Bauplatz in Aussicht, könnte es schon sehr knapp werden. Auf dem vielerorts heiß umkämpften Immobilienmarkt ist es nicht leicht, ein geeignetes Haus oder eine passende Eigentumswohnung zu finden. Dann muss die Familie noch die Finanzierung unter Dach und Fach bringen und schließlich beim Notar den Kaufvertrag unterzeichnen. Vor dem Stichtag am 31. Dezember muss all dies geschehen, um noch Baukindergeld zu erhalten.

Für Häuslebauer wird es stressig

Noch höher liegt die Hürde für Käufer von Baugrundstücken. Das Haus muss bis zum Stichtag zwar noch nicht einzugsfertig stehen. Die Baugenehmigung reicht in diesem Fall aus, aber die Ausstellung dauert länger. Der Bauantrag mit allen Unterlagen muss rechtzeitig eingereicht sein, damit die Baugenehmigung erteilt wird. Je nach Auslastung der zuständigen Bauaufsichtsbehörde kann der gesamte Vorgang drei Monate dauern. Bis zum 30. September 2020 müsste also der komplette Antrag mit allen Unterlagen bei der Bauaufsichtsbehörde eingegangen sein, damit noch eine Chance besteht, die Baugenehmigung rechtzeitig vor Ende des Förderungsstichtages zu erhalten.

Gut zu wissen: Der 31. Dezember 2020 ist der Stichtag, um alle Bedingungen zur Förderung einzuhalten. Den Antrag können Familien auch noch später stellen. Hier gilt eine Frist von sechs Monaten nach Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages oder sechs Monate nach Einzug.
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